|
Kulturpolitik der EU
Nach Aussagen der EU-Kommission soll die Kulturpolitik eine strategische Rolle in Europa einnehmen. In Ihrer Agenda betont sie unter
anderem, ...Es herrscht ein zunehmendes Bewusstsein dafür, dass die EU ihren kulturellen Reichtum und ihre kulturelle Vielfalt zur Geltung bringen sollte, sowohl innerhalb als auch außerhalb von Europa. Zudem
wird anerkannt, dass die Kultur unverzichtbar ist, damit die EU ihre strategischen Ziele Wohlstand, Solidarität und Sicherheit erreichen und gleichzeitig ihre Präsenz auf der internationalen Bühne ausbauen
kann...die drei Zielbereiche: - Förderung der kulturellen Vielfalt und des interkulturellen Dialogs; - Förderung der Kultur als Katalysator für Kreativität im Rahmen der Strategie von Lissabon für Wachstum und
Beschäftigung; - Förderung der Kultur als wesentlicher Bestandteil der internationalen Beziehungen der Union.
Die Darstellende Kunst wird deshalb, als Labor und wesentliche Basis für unsere Kultur von der EU mit verschiedenen Programmen gefördert.
So wird z.B. die Europa-Tournee von Heike Hennig & Co durch das Programm “Kultur” (2007-13) ermöglicht. mehr Informationen >>>
Kulturpolitik des Bundes
Der Bundespräsident Horst Köhler hat anlässlich des Empfangs der freien Tanz- und Theaterschaffenden im Schloss Bellevue zu Recht auf das
Ergebnis der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland” hingewiesen, welche deutliche Defizite insbesondere im Bereich der Freien Darstellenden Künste festgestellt hat. >>>
Leider sind die Fördermöglichkeiten durch die Länderhoheit in Kulturfragen begrenzt. Insgesamt weisen die Förderstrukturen auf
Bundesebene erheblichen Nachholbedarf insbesondere bei mittel- und langfristigen Projekten, z. B. der Ensembleförderung der Freien Darstellenden Künste auf. >>>
Kulturpolitik der Länder
In der Bundesrepublik Deutschland ist Kultur Ländersache und einige haben sich die Kultur als Staatsziel in Ihre Länderverfassung
geschrieben. Leider werden gerade auf Landesebene die Potentiale der Kreativen am meisten unterschätzt. Auf Ländereben wie auch in den Städten und Gemeinden wird meist die Pflege des Brauchtums und der Tradition im
Sinne der Denkmalpflege sowie Breitenkultur unter Kulturpolitik verstanden. Die Förderung von Innovation im Bereich der Freien Darstellenden Künste als Basis für Wohlstand und Beschäftigung ist Länderaufgabe! Die
festgestellten Defizite sind deshalb zuerst durch die Kulturpolitik der Länder, Städte und Gemeinden zu beseitigen. Hierzu gehört eine auskömmliche Basisfinanzierung der Theater und Ensembles der Freien
Darstellenden Künste sowie die Förderung des künstlerischen Austausches bei Koproduktionen und Gastspielen durch geeignete Förderprogramme. >>>
Kunst und Wissenschaft
„Längst sind sich auch die Forscher in den Naturwissenschaften der Bedeutung ästhetischer Momente für ihre Erkenntnisarbeit bewusst
geworden …. Poincaré hatte gar rundweg erklärt, dass ästhetische und nicht etwa logische Potenz die zentrale Fähigkeit eines guten Mathematikers sei. In neuerer Zeit hat Watsons Hinweis bahnbrechend gewirkt, dass
ihm die Entschlüsselung der DNS-Struktur nur deshalb gelang, weil er davon ausging, dass die Lösung äußerst elegant werde sein müssen …Wahrheit, Wissen und Wirklichkeit haben in den letzen zweihundert Jahren
zunehmend ästhetische Konturen angenommen“ aus Wolfgang Welsch „Grenzgänge der Ästhektik“
Der Markt der Darstellenden Künste als eine der Kernbereiche der Kreativwirtschaft am Beispiel des Ensembles HEIKE HENNIG & Co aus
Berlin-Leipzig
p66shc das Alters-Gen als Jungbrunnen und Lösung unserer demographischen Probleme? Altern – ein existenzielles Thema des Menschen wird
derzeit einseitig und pessimistisch, vorrangig als ökonomisches Problem der Gesellschaft diskutiert. Durch eine interdisziplinäre Betrachtungsweise und im wissenschaftlichen Austausch mit Universitäten und
Hochschulen entwickelte Heike Hennig eine frische lebhafte Vision und zeigt wie viel Enthusiasmus und andersgeartete Energie in scheinbar verbrauchten Körpern steckt. Aus der Projektidee p66shc ergaben sich
völlig neuartige Impulse und Vernetzungen von künstlerischer, wissenschaftlicher und ökonomischer Praxis. So wurden aus einer Idee von Heike Hennig mehrere Bühnenstücke, welche auf internationalen Musik- und
Theaterfestivals präsentiert werden und es enstand ein Buch, welches vom Plöttner-Verlag in den Handel gebracht wurde. Darüberhinaus wurde ein Dokumentarfilm für ZDF-ARTE gedreht, welcher als Kinofilm vom
Ventura-Filmverleih in die bundesdeutschen Kinos und als DVD in den Handel gebracht wurde. Es erschienen eine Vielzahl von Berichten und Rezensionen in den Tageszeitungen, Zeitschriften und Magazinen. Der
künstlerisch-wissenschaftliche Austausch erfährt im September 2009 in Zusammenarbeit mit der Universität of British Columbia in Kanada einen neuen Höhepunkt. Der Freie Künstler ist zwar der Ausgangspunkt und er
liefert den Stoff, jedoch durch fehlende Fördererung bzw. ökonomisch nicht durchsetzbaren Urheberechtsschutz ist er das schwächste Glied der Verwertungskette. mehr zu p66shc >>>
Der “geistige Rohstoff” unserer Volkswirtschaft kann nur durch konsequente Förderung erhalten und weiter ausgebaut werden. Dazu gehört
einer frühzeitigen Entdeckung und Entwicklung der Kreativität durch die “Kulturelle Bildung” wie auch eine gezielte Spitzenförderung von innovativen Künstlern und Ensembles in den Kunstlaboren. Darüber hinaus müssen
insbesondere im Bereich der Freien Darstellenden Künste Förderinstrumente entwickelt werden, welche die Produktion und Vermarktung und damit die Voraussetzung für die Verbindung zwischen Kreativität und Wirtschaft
effektiv ermöglichen. Hier sollte Förderung als Wirtschaftsförderung betrachte werden und nicht die viel zu kleinen Etats von Kulturstiftungen beanspruchen, welche sich dann z. B. auf Innovations- und
Spitzenförderung konzentrieren können. Insbesondere auf dem Markt der Darstellenden Künste, der als eine der 11 Kernbereiche der Kreativwirtschaft angesehen wird, bestehen erhebliche Verzerrungen zu Lasten des
Freien Kunstbetriebs. Daraus ergeben sich neben den Forderungen des Bundesverbandes der Freien Theater die Notwendigkeit der Gleichstellung der Freien Theater bezüglich der Alimentierung durch die öffentliche Hand. mehr zur Kulturwirtschaft auf wikipedia.org >>>
Der Deutsche Kulturrat hat Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2009 herausgegeben, veröffentlicht in der Zeitschrift Politik &
Kultur >>>
Die Statements der Parteien zur den Bundes- und Landtagswahlen
Gern veröffentlichen wir Ihr Statement zur Kreativwirtschaft. Ein deutlichen Bezug zu den Freien Darstellenden Künsten ist gewünscht.
Senden Sie eine Mail mit Link an info[at]tanz-scene.de
Angela Merkel - Bundeskanzlerin und Kanzlerkandidatin der CDU ... Kulturland Deutschland ... fünf Thesen zu einer
zukunftsorientierten Kunst- und Kulturpolitik aus “Politik und Kultur” Mai 2005 >>>
Dr. Frank Walter Steinmeier - Außenminister und Kanzlerkandidat der SPD ...Die Kreativ- und Kulturwirtschaft ist zu einer wichtigen wirtschaftlichen Größe und zum Treiber für gesellschaftliche Erneuerung geworden ... aus Die Arbeit von Morgen 2009 >>>
Renate Künast und Jürgen Trittin
- Spitzenkandidaten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ... Kunst und Kultur sind gesellschaftlicher Impuls und Lebenselixier. Wir unterstützen eine starke und vielfältige Kulturszene und kämpfen für
künstlerische Freiheit auch jenseits des Mainstreams... Artikel Kultur 2009 >>>
FDP Bundespartei - Kulturpolitik ... In der Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Künstler sowie der
Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft und der kulturellen Bildung sieht die FDP wichtige Zukunftsaufgaben.... 2009 >>>
Christoph Waitz MdB und Kandidat für Leipziger Land und Muldental >>>
Bundespartei DIE LINKE unterstützt eine umfassende Förderung der kulturellen Infrastrukturen unserer Gesellschaft. Dazu gehört der Erhalt barrierefreier öffentlicher Räume für Soziokulturen, Bibliotheken und Musikschulen, die Förderung freier Szenen und kleiner und mittlerer Unternehmen der Kulturwirtschaft....2009 >>>
Landtagswahl in Sachsen
Stanislaw-Tillich - Ministerpräsident und Spitzenkandidat der CDU in Sachsen ... Nur wenn sächsische Produkte auf dem Weltmarkt bestehen,
weil sie besser sind als andere Produkte, verdienen wir das Geld, das wir für unsere sozialen Aufgaben, für die kulturelle Vielfalt und die Investitionen in Bildung brauchen... aus Ziele 2009 >>> CDU Sachsen 09.07 Grundzüge kulturpolitischen Handelns der sächsischen Union >>>
Dirk Panter - Generalsekretär der SPD LV-Sachsen Landtagskandidat Leipzig WK 28 ... Die freie Kunst- und Kulturszene ... sorgt dafür, dass
wir nicht stehen bleiben, dass wir Neues, Ungewagtes und Unerhörtes denken. Meldung 2009 >>>
Antje Hermenau - Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen ..Die Förderung von Tanz- und
Theaterproduktionen muss auch darauf achten, dass mit der Höhe der Förderung die künstlerische Arbeitsleistung auch als Arbeitsleistung honoriert wird. Dieser Aspekt scheint uns derzeit in der Förderpraxis der
Sächsischen Kulturstiftung noch zu wenig mitgedacht... Statement per Mail 2009 >>> Fraktion der Grünen in Sachsen >>>
Landtagswahl in Thüringen
Leider war hier auf den Portalen der Landesparteien und Kandidaten nichts relevantes zu finden. Sollten zwischenzeitlich interessante
Statements zu finden sein? Bitte senden Sie eine Mail mit Link an:
Zur Aktualisierung senden sie bitte eine Mail an: info[at]tanz-scene.de
|