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set_i: schmeide hast

schmeide hast setzt sich auf den mittagstisch des gastes und trägt künstlerische arbeit vorab. die linke bewegung aus der unbefangenen kontur des abends. der rechte klang zur selben zeit und wandert. erscheinungen des körpers im winden. erscheinungen aus reinfach!, und Bilder besprechen uns  Mehl,

eine begegnung aus choreographie und tanz von Heike Hennig & Sebastian Weber sowie musikern des Projektensembles EUPHORIUM_freakestra.

am 20. November im Theater LOFFT Leipzig, Beginn 20.30 Uhr

URLSA.k d u l z gº

1. SYMPOSION ZUR IMPROVISATION VON MUSIK/ TANZ

  • URLSA.k d u l g zº ist ein SYMOSIUM ZUR IMPROVISATION VON MUSIK + TANZ. Es dient als Forum für improvisierende MusikerInnen und TänzerInnen. Musikalisch wird mit Mittel der Improvisation im Grenzbereich von Jazz, Neuer Musik und Elektronischer Musik gearbetet. Die Erkundung von Kommunikations- und Gestaltungsmodellen tänzerischer wie musikalischer Konstruktion steht dabei im Mittelpunkt. Zentrale Bedeutung wird dabei sowohl der ausgeprägten Individualität beim Improvisieren, also der Rolle der Persönlichkeit des Musizierenden/Tanzenden während des klanglischen bzw. motorischen Schöpfungsprozesses, als auch der Fähigkeit zur Kommunikation, zum Aufeinanderbeziehen der einzelnen Entwürfe im Ensemblespiel zugemessen. Ein Schwerpunkt bildet dabei das Konzept der PHOREN, durch welcche stark individualiserte Improvisation kreativ Verwendung findet zum Aufbau großformatiger Stücke mit beinahe sinfonischem Charakter.
     
  • Für die Dauer von 4 Tagen werden Musiker mit nationalem und internationalem Renommee eingeladen, zu experimentieren und ihre Konzepte miteinander in verschiedensten Kombinationen auszuloten. Dabei werden verschiedene Ansätze, so z.B. Stockhausens Konzept der intuitiven Musik genauso produktiv verwertet, wie die Praxis solcher Jazzer, die schon seit Jahrzehnten die Klangwelt in freier Improvisation ausloten. Eine Haltung, welche in dem Ausspruch eines der Gründungsväter des deutschen Free Jazz Peter Kowalds kulminierte: "Ich nehme, was da ist.", eine Haltung, welche auch Bert Noglik in seinem Buch Klangspuren. Wege improvisierter Musik nachgeht. Ein herausragender Weggefährte Kowalds Günter Sommer - in gleichem Maße lebende Legende - tritt nun als souveräne und humorvolle Perkussionskraft beim SYMPOSION auf. Seine Arbeit mit Cecil Taylor oder dem Zentralquartett gehören den ganz großen Musikereignissen des europäischen Jazz der letzten Jahrzehnte an. Der renommierte Komponist Friedrich Schenker, der in der ehemaligen DDR vor allem mit der Formation "Gruppe Neue Musik Hans Eissler" mit unkonventioneller, regimekritischer Musik viel Aufsehen erregte, zeigt sich nun auch als herausragender Improvisator. Einerseits knüpft das SYMPOSION so an die zu Ost-Zeiten subversiven Begegnungen von Improvisierter Musik und komponierter Zeitgenössischer Musik oder sog. Werkstätten (wie etwa dem Prag-Jamboree von 1979) an, wie es aktuelle Strömungen und Künstler fördert und anregt. Der experimentelle Tanz, das Erforschen körperlicher Grenzen, die individuelle Bewegungsfindung jedes einzelnen Tänzers aber auch die Bezugnahme zu anderen Körpern (Kontakt Improvisation), der Einsatz der Stimme und die Improvisation mit verschiedenen Körpersystemen (Body-Mind-Centering) sind Ausgangspunkte für den Tanz beim SYMPOSION ZUR IMPRO-VISATION VON MUSIK + TANZ. Nach der Entwicklung von Tanzstruktur in Form von Bewegungssequenzen (hier wird das Vokabular vom Klassischen über den Ausdruckstanz bis zur Moderne ausgeschöpft) wird es zur Begegnung mit den Musikern kommen, um diese Strukturen wiederaufzulösen oder in neue Arrangements zu bringen. Auf diese Weise überraschende Körper-Klang-Gebilde entstehen zu lassen. Sparsamer, doch detaillierter Einsatz mit Requisiten und Licht wird die Persönlichkeit der beteiligten Künstler hervorheben. Weiterhin wird große Bedeutung dem Raum speziell der Schaubühne zugemessen und angestrebt, die verschiedenen Bühneneinheiten auszuloten. Ein direkter Kontakt zwischen Tänzern und Musikern, möglicherweise ein Rollentausch könnte dem Publikum als auch den Künstlern grenzüberschreitende Möglichkeiten eröffnen. Deshalb soll die Arbeit einerseits dokumentiert, andererseits die Ergebnisse einer interesseierten Öffentlichkeit präsentiert werden. Als spektakuläre Ereignisse können URLSA.k d u l g zº.-Konzerte in Zusammenarbeit mit den Medien der Musikbranche und Veranstaltern von Jazz, Neuer Musik und Elektronischer Musik fruchtbare Impulse für die Szene generienen. Der pädagogosche Focus des SYMPOSIONS richtet sich auf die Vermittlung zwischen etablierten Musikern/Tänzern und Nachwuchstalenten. Wechselseitiges Befruchten in der Zusammenarbeit ist Grundlage von URLSA.k d u l g zº
     
  • Ein Intro zum SYMPOSION ZUR IMPROVISATION VON MUSIK + TANZ ist die Inszenierung DRZK.w ä h u hº des Projektensembles EUPHORIUM_feakestra feat. Günter “Baby” Sommer und Friedrich Schenker am 10. November 2002, Leipzig/die naTo.



    3.-5. Oktober 2003 Schaubühne Lindenfels/Leipzig, Beginn: 20.30 Uhr
    Akt I 3/4. Okt. Wer nicht wagt, gerät.
    Akt II 3/4 Okt. Im Firmament der Schlachtsohle.
    Akt III 5. Okt. Schöne Frauen, ein Spatenstich und Topfgucker. (Live!)
    •                    Künstlerische Leitung: Oliver Schwerdt (Musik)

                                       Choreographie: Heike Hennig (Tanz)

      Mitwirkende: Rudi Mahall, Hartmut Dorschner, Rüdiger Feuerbach, Friedrich Kettlitz, Birg Bogenthal, Konrad Grünberg, Gerrit Juhnke, sinebag, Börte Blomengrauss, Sebastian Weber, Jan Filkorn

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Veranstaltung des Deutschen Instituts für Improvisation e. V. in Zusammenarbeit mit der Schaubühne Lindenfels, unterstützt durch das Kulturamt Leipzig, der Sparkasse Leipzig, dem Studentenwerk sowie dem StudentInnenRat der Universität Leipzig, dem EUPHOIRUM Musikverlag, sowie der Büschelbusenwuchterei F. KETTLITZ
 


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